03 - "Das Theater", Siebdruck, Jakob De Chirico, 1978
Im Vorfeld der geplanten Wieder-Eröffnung des Puccini-Theaters rief dieses Plakat zur Diskussion auf. Im darauffolgenden November, am 24.11.1978, hat beschloss die Gemeinde, das Puccini-Theater mit einer Galavorstellung wieder zu eröffnen, trotz Widerstand der Bevölkerung. Die Protestkundgebung für eine bevölkerungsnahe Kulturpolitik und ein „Theater für alle“ fand am gleichen Tag statt, und hatte es geschafft, 22 Kulturvereine in die Demonstration mit einzubinden. Die Demonstration selbst war ein Festakt: Die geladenen Gäste der Wiedereröffnung sollten als Statisten „in festlicher Kleidung den Hintergrund“ beleben. Franz Pichler: „Für den damaligen Polizeichef Milite waren wir Engel. Er war selbst Kunstliebhaber und wusste, an wen er sich wenden musste, damit Demonstrationen nicht aus der Hand glitten. An dem Abend sind ein paar Eier und Tomaten geflogen“. Die Tatsache der fliegenden Eier inspiriert die Dolomiten am 1. Dezember 1978, die Reaktionen des SVP-Sprechers Manfred König folgendermaßen zu schildern: „Die SVP werde es nicht zulassen, dass heute Eier und Steine geworfen, morgen Molotowcocktails und übermorgen Maschinenpistolen geschossen werden.“ Die Überschrift: „SVP wehrt Terror-Anfängen“.
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